WOHNEN + HAUSHALT

„Wohnen“ ist zusammen mit Mobilität und Ernährung der Konsumbereich, der die Umwelt am stärksten belastet, etwa durch Flächen-, Wasser- und Energieverbrauch, aber auch durch Schadstoffausstoß und Abfall. Private Haushalte haben aber auch erhebliche Möglichkeiten, diese Umweltbelastungen durch bewusste Konsumentscheidungen zu reduzieren. (Quelle: Umweltbundesamt*)

Wir haben Dir eine ganze Reihe an Tipps zusammengestellt, wie Du Dein Wohnumfeld und Deinen Haushalt umweltfreundlicher gestalten kannst. Du wirst überrascht sein, wie viele Möglichkeiten Du hast, wertvolle Ressourcen, Energie und eine ganze Menge Geld zu sparen.

Probiere doch einfach mal einige unserer Anregungen aus.

Wenn Du mehr zu einem Thema wissen willst, gibt es meist weiterführende Links zu anderen Portalen.

Quelle: Umweltbundesamt CO2-Rechner (Stand 2022)

© Kompetenzzentrum Nachhaltiger Kosum

Link*: https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/konsum-und-produkte/nachhaltiger-konsum

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht

Achte beim Einkaufen auf unverpackte oder wenig verpackte Waren (z.B. bei Obst und Gemüse).

Einkaufsbeutel statt Plastik-/Papiertüte

Einfach immer einen Einkaufsbeutel mit dabei haben, dann brauchst Du an der Kasse auch keine Einkaufstüte bezahlen. Für Lebensmittel wie Obst oder Gemüse kannst Du kleine Obstbeutel nehmen. Achte bei den Einkaufsbeuteln darauf, dass Du sie möglichst häufig verwendest und das diese möglichst nachhaltig prodoziert wurden. Andere Lebensmittel kannst Du Dir außerdem oftmals in eigene, saubere Gefäße füllen lassen.

Mehrweg statt Einweg

Alles, was man nur ein einziges Mal verwenden kann, ist grundsätzlich zu vermeiden. Setze daher wo immer Du kannst auf Mehrweg. Insbesondere Getränke sind fast immer in Mehrwegverpackungen erhältlich.

Vermeide es Lebensmittel wegzuwerfen

6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden in Deutschland 2020 weggeworfen und gleichzeitig damit auch bares Geld. Kaufe nicht soviel auf Vorrat, nur weil Du denkst Du würdest es eventuell irgendwann mal brauchen. Vermeide Großpackungen wenn Du weisst, dass Du gar nicht soviel benötigst. Prüfe die Lebensmittel die Du wegschmeißt vorher, ob sie wirklich schlecht sind oder nur nicht mehr ganz so frisch aussehen. Auch nach dem Überschreiten des  Mindesthaltbarkeitsdatums (Achtung: BItte nicht verwechseln mit dem Verbrauchsdatum!) sind viele Lebensmittel noch vollkommen in Ordnung und genießbar. (Infoseite MHD*) Achte auf die richtige Lagerung von Lebensmitteln. Die Veraucherzentrale hat für Dich den Ratgeber „Lagerungs-ABC“* für die richtige Lagerung von Obst und Gemüse erstellt.

Frühstücksbox statt Folie

Wenn Du Dir oder Deinen Lieben Mahlzeiten für unterwegs, für die Schule oder die Arbeit zubereitest, dann verzichte bitte diese in Frisch- oder Alufolie einzuwickeln. NImm stattdessen Brot-, Frühstücks- und Frischhaltedosen. Diese gibt es in allen Formen und Farben. Für Trinkflaschen gilt dies übrigens auch.

Anderen geben statt wegwerfen

Nur weil Du etwas nicht mehr brauchst, es nicht mehr schön findest oder es defekt ist, mußt Du es ja nicht sofort wegwerfen. Vermutlich gibt es jemanden, der es Dir gerne abnimmt. Du kannst diese Dinge verkaufen, verschenken, tauschen oder einem gemeinnützigen Verein spenden. Defekte Geräte kannst Du, bevor Du sie ordnungsgemäß entsorgst, versuchen zu reparieren. Es gibt beispielsweise unglaublich viele Reparaturvideos auf Youtube, in denen meist Fachleute erklären, wie Du etwas wieder zum Laufen bringen kannst. Oder Du läßt Dir in einem Reparaturcafé von Fachleuten helfen. (Reparatur-Initiativen in Unna*) Bevor Du mit der Reparatur beginnst, informiere Dich bitte vorher, ob es mögliche Risiken bei der Reparatur bzw. bei möglichen Funktionsstörungen geben kann. Wende Dich im Zweifel an einen Fachmann!

Auf Qualität und Langlebigkeit achten

Der Volksmund sagt: „Wer günstig kauft, kauft zweimal.“ Gerade wenn Du etwas kaufst, von dem Du lange etwas haben möchtest, dann achte auf eine möglichst hohe Qualität. Es hat einen Grund, warum manche Dinge extrem günstig sind. Handelt es sich um ein Gerät? Dann frag nach, ob es sich später gegebenenfalls auch reparieren lässt.

Auf das Verbrauchsmaterial achten

Wenn Du Verbrauchsmaterial für das Gerät, wie zum Beispiel Staubsaugerbeutel, Kaffeekapseln, Zahnbürstenaufsätze, Rasiererklingen, etc. benötigst, dann informiere Dich vorher gut? Gibt es möglicherweise Alternativen die umweltfreundlicher sind (Beispiel: Statt Rasierer mit teuren Wegwerfklingen kannst Du einen plastikfreien Rasierer verwenden)? Welches Verbrauchsmaterial Du überhaupt verwenden? Muss es zwangsläufig vom Gerätehersteller sein, oder gibt es auch Alternativen (Beispiel: In vielen Kapselkaffeemaschinen kann man auch nachfüllbare Kapseln benutzen. Das spart jede Menge Abfall und Geld!)? Viele Hersteller bieten die Geräte sehr günstig an, weil sie nicht an dem Gerät selbst, sondern später gut an dem Verbrauchsmatrial verdienen (Beispiel: Drucker und Druckerpatronen).

Auf Nachfüllpackungen setzen

Viele Mittel im Haushalts-, Sanitär- und Hygienebereich gibt es als Nachfüllpackungen. Diese verursachen viel weniger Abfall und Du sparst oftmals auch noch Geld.

Mehrfachverpackungen meiden

Gerade am Weihnachten, Ostern, etc. ist es besonders schlimm: Viele verpackte Dinge werden, zum Teil sehr aufwändig, noch einmal verpackt. Nicht nur, dass unnötig mehr Abfall produziert wird, oftmals sind sie in den Minipotionsgrößen auch noch teurer. Kaufe bewusst Dinge die wenig Verpackung haben.

Auf Einweggeschirr/-verpackung verzichten

Egal ob bei der Feier zu Hause, beim Vereinsfest, im Hotel, unterwegs auf Reisen oder beim Essenholen vom China-Imbiss ums Eck: Bitte verzichte auf Einweggeschirr bzw. -verpackung. Wenn Du selber (mit-) bestimmen kannst, dann entscheide Dich für ‚echtes‘ Geschirr und Gläser. Auch wenn dies aufwändiger zu besorgen und ggfs. zu spülen ist. Informiere Dich vor Ort, möglicherweise kannst Du Dir kostenlos Mehrweggeschirr ausleihen. (Beispiel: Mehrwegbecher von der GWA* oder Gläser von Deinem Getränkelieferanten ausleihen). Holst Du Dir gerne Essen vom Imbiss? Dann bring doch einfach eine eigene Essenbox mit. Je nach Essen und Restaurant ist das überhaupt kein Problem und spart ein Menge Abfall. Dort wo Du es nicht selber bestimmen kannst, kannst Du zumindest die Personen vor Ort auf das Problem mit den Einmalverpackungen ansprechen und so vielleicht eine Änderung anregen. Seit dem 01.01.2023 gilt in der Gastronomie übrigens die Mehrwegsangebotspflicht. Leider gibt es dabei aber eine ganze Reihe von Ausnahmen und ‚Schlupflöchern‘. (Pressemitteilung der Deutsche Umwelthilfe* zu diesem Thema).

Transportsack statt Einwegmüllsack verwenden

Du transportierst etwas, beispielsweise Grünschnitt zum Wertstoffhof, dann nutze doch, statt Platiksäcke, Säcke aus Gewebematerial. Die kannst Du wiederverwenden und musst sie nicht wegwerfen weil sie zerrissen sind.

Papier sparen – Recyclingpapier verwenden

Wir Deutsche sind spitze! In vielen Dinge. Leider auch im Papierverbrauch. 2020 hat jeder Deutsche ca. 220 Kilo Papier pro Jahr verbraucht. Vom Papierkarton des Onlineshops, to-go-Verpackungen von Speisen und Getränken, Zeitschriften und Prospekte (welche oftmal ungelesen in die Papiertonne wandern), Druckerpapier, Haushaltspapier bis hin zum 5-lagigen Toilettenpapier verbrauchen wir in Deutschland pro Kopf jährlich zirka 220 Kilogramm (Zahl für 2020) Papier. Das Problem: Die Herstellung von Papier benötigt viel Holz, Energie und Wasser, kann zur Einleitung gefährlicher Chemikalien in Gewässer führen und belastet somit stark die Umwelt. Versuche Deinen Papierverbrauch zu senken (Beispiel: Mach eine größere Sammelbestellung im Onlineshop statt mehrere kleine Bestellungen aufzugeben.) und verwenden dort, wo es nicht anders geht, Recycling- oder Umweltschutzpapier. (Weitere Informationen dazu, u.a. zu den unterschiedlichen Kennzeichnungen* hat die Verbraucherzentrale* für Dich.). Unerwünschte Werbung kannst Du mit einem Aufkleber an Deinem Briefkasten vermeiden. (Unnaer erhalten diesen kostenlos*!)

Statt Batterien Akkus verwenden

Statt immer wieder leere Batterien zu entsorgen, kannst Du Akkus wieder aufladen und wiederverwenden

Durch Recycling können eine große Menge an CO2 – Emissionen eingespart werden. Das funktioniert natürlich nur dann besonders effektiv, wenn der Abfall vorher korrekt getrennt und entsorgt wird. Informationen welcher Abfall in welche Tonne gehört hat die GWA Kreis Unna für Dich!*

Badezimmer

Badezimmer

Energie und Wasser einsparen

Statt eines Vollbads, bei dem Du ca. 120 Liter warmes Wasser verbrauchst, kannst Du Dich viel besser abduschen. Mit einem Sparduschkopf verbrauchst Du (und alle anderen in Deinem Hasuhalt) dabei ca. 6 – 12 Liter pro Minute (je nach Ausführung). Wenn Du dich einseifst, kannst Du das Wasser zusätzlich auch abdrehen. Kurzes Duschen ist nicht nur gut für Deine CO2 – Bilanz und die Umwelt, sondern spart Dir auch bares Geld. Ein Vollbad kostet Dich zirka das 4-fache gegenüber einer 5-minütige Dusche. Auf das ganze Jahr gerechnet kommt das schon ganz schön was zusammen.

Gerade im Bad ist es wichtig zu lüften. Auch hier gilt: Kurzes Stoßlüften ist besser als das Fenster lange auf Kippstellung zu halten. Dabei kühlen die Wände unnötig aus, welche die Heizung dann wieder aufwärmt. Solange Du lüftest, kannst Du das Heizungsthermostat auch auch die kleinste Stufe stellen.

Auch im Bad gibt es eine ganze Reihe elektrischer Geräte (Elektrische Zahnbürste, Rasierer, Boxen,…) die möglicherweise 24 Stunden am Tag auf Standby laufen. Auch hier gilt: Die Geräte bzw. die Ladeeinheiten vom Strom trennen und nur dann anschließen, wenn wirklich wieder Strom benötigt wird.

Das Bad ist oftmals voll von Plastik. Dusch-/Waschgel, Shampoo, Deo, Zahncreme, usw. sind in der Regel in Plastikgefäßen verpackt. Zusätzlich haben viele Verbrauchsmittel wie Rasiererklingen, Zahnbürsten, usw. einen hohen Plastikanteil und sind damit klimaschädlich. Doch die gute Nachricht ist, dass es immer mehr Hersteller klimafreundlichere Alternativen bieten. Statt Duschgel und Shampoo kannst Du Seifen verwenden, Deos gibt es als Cremes, Zahncreme in Tablettenform, Zahnbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. mit Wechselköpfen und statt der teuren Wegwerfrasierer kannst Du Dir einen Rasierhobel mit den viel günstigeren, klassischen Rasierklingen anschaffen. Informiere Dich einfach in Deinem Drogeriemarkt oder im Internet dazu. Du wirst überrascht sein was es schon alles ohne Plastikverpackung gibt.

Plastik ist aber nicht nur in der Verpackung ein Problem, sondern auch als Mikroplastik in Kosmetika. Welche Auswirkungen Mikroplastik auf die Umwelt und uns Menschen hat, findest Du in diesem Artikel* der Verbraucherzentrale.

Wenn Du genau wissen willst, was in Deinen Kosmetika enthalten ist, Du Geld und Verpackungsmüll sparen möchtest, dann kannst Du vieles auch einfach selber herstellen. Do-it-yourself (auch mit DIY genannt) Trend findet in immer mehr Bereichen seine Anhänger. Möchtest Du mehr darüber wissen? Auf utopia.de findest Du einen Artikel* zu dem Thema, oder Du suchst im Internet beispielsweis nach „DIY Kosmetika“.

Für viele Produkte, die Du in Deinem Bad nutzt, gibt es mittlerweile auch nachhaltig produzierte Alternativen. Von der Toilettenrolle aus recyceltem Papier, der Toilettenbürste aus Holz, wiederverwendbaren Gesichts Pads, nachhaltigen Waschlappen, fair und nachhaltig produzierten Handtüchern, Aufsteckbürsten für elektrische Zahnbürsten und Haarbürsten aus Bambus bis hin zur veganen Zahnseide ist fast alles verfügbar. Auf utopia.de findest Du Bestenlisten* mit einer Vielzahl an Links zu nachhaltigen Online-Shops der unterschiedlichsten Kategorien.

Hauswirtschaftsraum

Hauswirtschaftsraum

Waschmaschine optimal nutzen

Wäschewaschen verbraucht Energie und belastet Kläranlagen und Gewässer mit Chemikalien. Umweltbewusstes Waschen entlastet die Umwelt und spart Kosten.

Waschtrommel voll laden: Die Waschmaschine sollte bei normaler Koch-/Buntwäsche voll beladen werden, so dass gerade noch eine Handbreit „Luft“ in der Trommel bleibt. Das spart Energie, Wasser und Geld und liefert saubere Wäsche. Bei „Pflegeleicht“ ist die Maschine hingegen nur zur Hälfte, bei Feinwäsche zu 1/4 und bei Wollwäsche zu 1/5 der maximalen Füllmenge zu beladen.

Waschmittel sparsam nach Verschmutzungsgrad dosieren: Richte Dich nach der auf der Waschmittelpackung empfohlenen Dosierung. Für Wäsche im Haushalt genügt meist die Dosierung für „leicht“ oder „normal“ verschmutzte Wäsche. Überdosierung bringt kein besseres Waschergebnis, sondern nur höhere Kosten und eine größere Umweltbelastung.

Auf Wasserhärte achten: Die Dosierung ist von der Wasserhärte abhängig. Weiches Wasser erfordert die geringste Waschmittelmenge. Liegt Dein Wasser im Härtebereich „mittel“ bis „hart“, ist etwas mehr Waschmittel erforderlich. Die Wasserhärte erfährst bei Deinem Wasserwerk. Hier* die Informationen für Unna.

Mit geringer Temperatur waschen: Der Energieverbrauch beim Waschen ist in erster Linie von der Waschtemperatur abhängig, da das Aufheizen des Wassers deutlich mehr Energie verbraucht als die Trommelbewegung. Darum laufen energiesparende Programme länger, um ein vergleichbar gutes Waschergebnis wie bei höheren Temperaturen zu erzielen. Leicht und normal verschmutzte Buntwäsche wird meist bei 20 bis 30 °C und Weißwäsche in der Regel bereits bei 40 °C sauber. Einmal monatlich sollte die Maschine jedoch zur Vermeidung von Keimwachstum mit 60°C betrieben werden. Weitere Informationen zum Thema Waschtemperatur und Hygiene* findest Du auf der Themenseite „Waschtemperaturen“ des Umweltbundesamtes.

Umweltschonende Waschmittel: Es gibt keine per se umweltfreundlichen Waschmittel, da Waschmittel grundsätzlich Kläranlagen und Gewässer mit Chemikalien belasten. Trotzdem gibt es relevante Unterschiede:

  • Lieber fest statt flüssig: Waschpulver sind umweltschonender als flüssige Waschmittel. Sie haben eine höhere Waschleistung und belasten das Klärwerk weniger.
  • Bei farbigen Textilien lieber Color- statt Vollwaschmittel: Colorwaschmittel schonen die Farben und tragen so zur längeren Tragbarkeit bunter Textilien bei.
  • Baukastensysteme bevorzugen: Bei Baukastensystemen sind Waschmittel, Enthärter und Bleichmittel getrennt. Dadurch kann genauer nach Bedarf und damit sparsamer dosiert werden.

Was Du noch tun kannst:

  • Überdenke Deine Reinigungsansprüche: Nicht jedes Wäschestück muss nach einmaliger Benutzung gewaschen werden. Außerdem werden beim Waschen von Kleidungsstücken mit Plastikanteilen (z.B. Polyester) durch den Abrieb Mikroplastikteile freigesetzt und gelangen über das Abwasser in die Umwelt.
  • Beachten weitere Tipps des UBA zu Waschmaschine* und Trockner*.
  • Behandele starke Verschmutzungen mit Fleckenmittel oder Gallseife vor.
  • Beachte  die Pflegehinweise auf den Etiketten.
  • Vorwäsche ist bei den heutigen Waschmitteln entbehrlich.
  • Waschmaschine nach Gebrauch offen lassen, damit die Maschine innen trocknen kann.
  • Manche Maschinen bieten spezielle ECO-Programme. Diese sind in der Regel ressourcenschonender. Die Bedienungsanleitung Deines Gerätes verrät Dir dazu mehr.
  • Achte bei der Installation der Maschine darauf, dass ein Wasserschutzmechanismus eingebaut ist, der verhindert, dass Wasser Deine Wohnung flutet wenn der Schlauch defekt ist.
Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet

Auf das Energielabel achten

Achte beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf das Energielabel. Du solltest, wenn möglich, ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse kaufen. (Infos* zu den neuen Energielabel von der Verbraucherzentrale)

Wähle die richtige Größe

Da Waschmaschinen möglichst effizient sind, wenn sie voll belanden sind, achte beim Kauf einer neues neuen Gerätes auf die richtige Größe. Single- und Paarhaushalte kommen mit 5 – 6 Liter Fassungsvermögen gut aus. Bei Familien dürfen es auch 7 – 8 Liter sein.

Mehr Infos hat die Verbraucherzentrale* für Dich.

Der bewusste Umgang mit Reinigungsmitteln sowie anderen Haushaltschemikalien ist ein wesentlicher Schritt zum nachhaltigen Einsatz der Produkte. ⁠Nachhaltigkeit⁠ in der Haushaltsreinigung bedeutet daher, dass die Reinigungsmittel eine hygienische Reinigung ermöglichen und gleichzeitig die Gesundheit und die Umwelt möglichst gering belasten. Neben den verwendeten Reinigungsmitteln und deren Inhaltsstoffen spielt dabei die sparsame Anwendung eine wesentliche Rolle.

Anforderungen an die Reinigungsmittel

In Deutschland werden pro Jahr ca. ca. 319.000 Tonnen Reinigungs- und Pflegemittel (z. B. Allzweck-, Sanitär-, Glas-, Küchenreiniger) verwendet. Hinzu kommen noch ca. 173.000 Tonnen Maschinengeschirrspülmittel und ca. 139.000 Tonnen Handgeschirrspülmittel. Die in diesen Produkten enthaltenen Chemikalien können Umwelt und Gesundheit unterschiedlich stark belasten.

Die in den Reinigungsmitteln enthaltenen Tenside sind auf Grund gesetzlicher Bestimmungen vollständig biologisch abbaubar. Andere Inhaltsstoffe wie Phosphonate, synthetische Polymere oder verschiedene Duftstoffe sind hingegen häufig nicht leicht oder sogar schwer biologisch abbaubar. Diese können sich teilweise in der Umwelt anreichern und Gewässerorganismen schädigen. Zusätzlich tragen Phosphor- oder Stickstoffverbindungen zu einer Überdüngung der Gewässer (⁠Eutrophierung⁠)* bei. Darum sollten Reinigungsmittel im Idealfall möglichst frei von derartigen Stoffen, zumindest jedoch arm an ihnen sein.

Was brauche ich unbedingt für die Haushaltsreinigung?

Für die Haushaltsreinigung braucht es keine besonderen Reinigungsmittel. Die Klassiker wie Allzweckreiniger, Spülmittel, Badreiniger und Küchenreiniger, wozu auch die Scheuermilch zählt, reichen völlig aus, um den Schmutz von allen wisch- und scheuerbeständigen Flächen zu beseitigen. Am besten verwendet man dabei spezielle Textilien aus Mikrofaser. Diese wirken wie eine feine Bürste und unterstützen den Reinigungsprozess. Komplett verzichtet werden sollte hingegen auf chemische Desinfektionsmittel, oder Desinfektionsreiniger sowie auf Reiniger mit starken Säuren oder starken Laugen. Auch auf den Einsatz von Raumsprays, Duftspendern und anderen „Raumbeduftungsmitteln“ sollte möglichst ganz verzichtet werden.  Meist hilft bereits kurzes Lüften, um schlechte Gerüche zu beseitigen.

Die Verwendung von Desinfektionsmitteln ist im Normalfall nicht nötig. Die Reinigung der Flächen mit einem Reinigungsmittel genügt zumeist, um vorhandene Mikroorganismen ausreichend zu entfernen. Desinfektionsreiniger enthalten spezielle Wirkstoffe, um Mikroorganismen abzutöten. Diese zum Teil schlecht biologisch abbaubaren Wirkstoffe belastet das die Kläranlagen unnötig. Studien belegen außerdem, dass in Haushalten, in denen häufiger Desinfektionsmittel eingesetzt werden, auch häufiger Allergien aufgetreten.

Produkte mit starken, anorganischen Säuren oder Laugen wirken zwar schneller. Hier ist jedoch auch die Gefahr beispielsweise von Verätzungen höher. Auch können von diesen aggressiven Reinigern möglicherweise empfindliche Oberflächen angegriffen werden.  In jedem Fall gilt: Vorsorglich bei allen Reinigern die Gebrauchsanweisung lesen und etwaige Sicherheitshinweise beachten.

Woran erkenne ich empfehlenswerte Reinigungsmittel, die möglichst umweltfreundlich sind?

Offizielle Umweltzeichen bieten Orientierung und liefern Hinweise zu Umwelt- und Gesundheitsschutz. Besonders empfehlenswert sind Reinigungsmittel mit dem Blauen Engel* oder mit dem EU- Umweltzeichen „Euroblume“ *. Allzweckreiniger, Spülmittel, Badreiniger und Küchenreiniger gibt es von verschiedenen Anbietern mit einem solchen Umweltzeichen. Diese sind im Vergleich zu konventionellen Produkten besonders umweltschonend und besitzen außerdem eine gute Reinigungsleistung. Dies wird übrigens durch eine unabhängige Stelle überprüft.

Doch auch bei weniger umweltbelastenden Reinigungsmitteln mit Umweltzeichen sollte man auf die Dosierung achten – denn nur bei korrekter Dosierung sind diese tatsächlich umweltfreundlicher als andere Produkte. Es gilt also auch hier: Weniger ist mehr.

Praktische Tipps für den Alltag

Praktische Tipps und weitere Informationen bietet der Flyer Umweltbewusst reinigen – nachhaltig und hygienisch*.

Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet

Weitere Infos gibt es auf z.B. utopia.de:

Umweltschonend & günstig: Diese 5 Hausmittel ersetzen fast alle Putzmittel

Ökologisch putzen mit Hausmitteln – Tipps & Tricks

Öko-Reinigungsmittel & Bio-Putzmittel: Unsere Empfehlungen

Wasch- und Reinigungsmittel: die anspruchsvollsten Nachhaltigkeitssiegel

Richtiges Heizen

Heizen ist nicht nur teuer, sondern auch der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO2-Verursacher. Zu wenig heizen ist allerdings auch nicht empfehlenswert. Es wird ungemütlich und die Schimmelgefahr steigt. Mit der richtigen Methode beim Heizen und Lüften kann man aber Heizkosten senken, die Umweltschonen und Schimmelbildung vermeiden.

Die richtige Raumtemperatur: Jedes Grad Raumtemperatur mehr verteuert die Heizkostenrechnung. Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20 °C betragen, sofern die Temperatur als behaglich empfunden wird. Jedes Grad weniger spart Heizenergie. Unsere Empfehlung für andere Räume: in der Küche: 18 °C, im Schlafzimmer: 17 °C. Entscheidend ist in allen Fällen die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Sie hängt vor allem von der raumseitigen Oberflächentemperatur der Wände und Fenster ab. Senke die Raumtemperatur nachts oder tagsüber, wenn Du einige Stunden lang nicht da bist, um einige Grad auf etwa 18 °C ab. Bei Abwesenheit von wenigen Tagen sollte die Temperatur auf 15 °C, bei längerer Abwesenheit noch etwas niedriger eingestellt werden. Während der Nachtstunden kann die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen um 5 °C gesenkt werden. Moderne Heizungsanlagen ermöglichen eine zentral gesteuerte Absenkung der Raumtemperatur.

Die richtige Temperaturregelung: Thermostatventile bestehen aus zwei Teilen: Am Thermostatkopf kann man die Raumtemperatur einstellen. Er erfasst die Raumtemperatur und gibt dem Ventil(gehäuse) vor, wie viel Heizwasser in den Heizkörper fließen soll, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Je genauer ein Thermostatventil die Raumtemperatur einhalten kann, desto geringer ist der Energieverbrauch. Je schlechter gedämmt ein Haus ist, desto mehr lohnt sich auch das kurzzeitige Herunterdrehen eines Heizkörpers in nicht genutzten Wohnräumen. Neben den klassischen Thermostatköpfen gibt es auch programmierbare Thermostate, die nur zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizen. Sie lassen sich so einstellen, dass sie zu bestimmten Tageszeiten die Raumtemperatur senken oder erhöhen. Geht man morgens aus dem Haus, schaltet das Thermostat beispielsweise auf eine niedrigere Temperatur. Kommt man abends wieder nach Hause, stellt der Regler rechtzeitig eine angenehme Raumtemperatur ein. Der Einsatz programmierbarer Thermostate kann etwa 10 % Energie sparen.

Richtiges Lüften: Auch in ausreichend beheizten Räumen sammelt sich nach und nach Feuchtigkeit an. In einem Vierpersonenhaushalt werden täglich durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen etwa zwölf Liter Flüssigkeit an die Luft abgegeben. Darum ist regelmäßiges Lüften in der Heizsaison unerlässlich, um die Feuchtigkeit in Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Dabei ist es wirksamer, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften („stoßlüften“), als sie dauerhaft gekippt zu lassen. Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um eine Schimmelbildung durch Feuchtigkeit zu vermeiden.

Abdichten: Viel Energie geht durch Zugluft an Fenstern und Türen verloren. Dichten Sie poröse und undichte Fenster und Türen mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aus dem Baummarkt ab. Achtung bei Zimmern mit Gasetagenheizung: Viele dieser Heizungen ziehen die Verbrennungsluft direkt aus dem Aufstellraum. Klären Sie zunächst mit Ihrem Schornsteinfeger oder Heizungsinstallateur, welche Dichtmaßnahmen in diesem Fall möglich sind.

Regelmäßige Wartung: Lassen Sie Ihre Heizungsanlage zu Beginn der Heizperiode warten und überprüfen, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten. Dazu gehört die Überprüfung, ob sich Luft in den Heizungsrohren und Heizkörpern befindet, ebenso wie die Überprüfung der richtigen Einstellung der Regelung. Heizungsanlagen verlangen auch eine regelmäßige Entlüftung der Heizkörper. Die Entlüftung der einzelnen Heizkörper mithilfe der Entlüftungsventile ist nötig, wenn der Heizkörper „gluckert“ oder trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird. Ein hohes Einsparpotenzial liegt auch in der Heiztechnik selbst.

Was Du noch tun kannst:

  • Heizkörper nicht abdecken oder zustellen, da die erwärmte Luft sich sonst nicht im Raum verteilen kann. Das heißt: Möbel und Vorhänge gehören nicht vor Heizkörper und Thermostatventile.
  • Rollladen schließen. Dieser kann nachts die Wärmeverluste durch das Fenster um etwa 20% verringern. Geschlossene Vorhänge verstärken diesen Effekt.
  • Bringe eine Isolationsschicht aus Dämmfolie hinter dem Heizkörper an, um zu verhindern, dass die Wärme über die Außenwand entweicht.
  • Verwende elektrische Heizlüfter und Radiatoren nur im Notfall (bei Ausfall eines anderen Heizsystems) und nur kurzzeitig. Ein Dauerbetrieb dieser Geräte ist Energie- und Geldverschwendung.
  • Um einer Schimmelbildung vorzubeugen, rücke Deine Möbel von Außenwänden weg.
  • Heize nicht von einem Raum in einen anderen. Das „Überschlagenlassen“ des nicht geheizten Raumes führt nur feuchte Luft in den anderen Raum; diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.
Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet
 
Weitere Infos bekommst Du auch bei der Verbraucherzentrale*.

Umwälzpumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern in einem Haushalt. Je nach Haushaltsgröße und installierter Umwälzpumpe benötigen sie 5-10% des Haushaltsstroms. Umwälzpumpen befinden sich in oder in der Nähe der Zentralheizung und fördern das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern.

Hocheffizienzpumpe kaufen: Während alte, ungeregelte Umwälzpumpen Stromkosten von über 60 Euro pro Jahr (über 200 kWh Strom) für ein Einfamilienhaus verursachen können, benötigt eine neue Hocheffizienzpumpe nur noch für rund 10 Euro Strom (40 kWh Strom). Nur solche dürfen noch verkauft werden. Der Ersatz alter, herkömmlicher Umwälzpumpen durch Hocheffizienzpumpen ist in der Regel ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Überprüfen lässt sich dies einfach mit dem Pumpencheck (siehe Links) oder durch den Heizungsfachmann.

Förderung nutzen: Möglicherweise fördert der Staat den Austausch der Pumpe. Sprech einfach Deinen Installateur auf Fördermöglichkeiten an. (Infos gibt es auch beim BAFA*)

Umwälzpumpe richtig einstellen: Es lohnt sich, die Leistung der Umwälzpumpe an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die elektrische Leistungsaufnahme (in Watt) kann am Typenschild auf dem Gehäuse der Pumpe abgelesen und bei vielen Pumpen mit einem Schalter angepasst werden. Um Strom zu sparen, sollte die Pumpe auf einer möglichst niedrigen Leistungsstufe betrieben werden.

Umwälzpumpe richtig dimensionieren: Viele Umwälzpumpen sind zu groß. Um bei der Installation Geld zu sparen, frage den Installateur bei der Installation einer neuen Umwälzpumpe nach der gerade noch ausreichenden Förderleistung.

Zeitregelung nutzen: Stelle die Zeitregelung der Umwälzpumpe so ein, so dass sie dann still steht, wenn keine Wärme benötigt wird. Es sollte die Betriebsart „Tag an / Nacht aus“ gewählt werden. Bei der Programmierung ist zu beachten, dass die Pumpe nur zu den Zeiten Wärme bereitstellt, zu welchen diese auch benötigt wird. Am Ende der Heizperiode sollte die Betriebsart „Sommer“ eingestellt werden.

Hydraulischen Abgleich durchführen: Einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems kann der Heizungsfachmann vornehmen. So wird garantiert, dass das System einwandfrei funktioniert. Störungen im Heizkreis werden beseitigt, so dass die Wärme gleichmäßig in alle Heizkörper fließen kann.

Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet
 

Das Thema ‚Wärmepumpe‘ ist sehr umfangreich. Daher verweisen wir Dich auf die Infoseiten der Verbraucherzentrale* und des Umweltbundesamtes*.

Informationen der Stadtwerke Unna über das ‚Sonderabkommen Wärmepumpe‘ findest Du hier*.

Eine Solarthermieanlage wandelt Sonnenenergie in Wärme um. Diese Wärme wird zum Erhitzen des Trinkwassers oder zum Heizen genutzt. Mit Ihr kannst Du Deine Energiekosten langfristig senken. Informationen zu dem Thema haben u.a. die Verbraucherzentrale* und das Portal co2online*.

Mit dem Solarpotentialkataster* des Regionalverbad Ruhr kannst Du online prüfen, ob sich Dein Dach für eine Solarthermieanlage eignet beziehungsweise ob sich die Anlage auch finanziell rentieren kann.

Vermeide es Lebensmittel wegzuwerfen

6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden 2020 in Deutschland weggeworfen und gleichzeitig damit auch bares Geld. Kaufe nicht soviel auf Vorrat, nur weil Du denkst Du würdest es eventuell irgendwann mal brauchen. Vermeide Großpackungen wenn Du weisst, dass Du gar nicht soviel benötigst. Prüfe die Lebensmittel die Du wegschmeißt vorher, ob sie wirklich schlecht sind oder nur nicht mehr ganz so frisch aussehen. Auch nach dem Überschreiten des  Mindesthaltbarkeitsdatums (Achtung: BItte nicht verwechseln mit dem Verbrauchsdatum!) sind viele Lebensmittel noch vollkommen in Ordnung und genießbar. (Infoseite MHD*) Achte auf die richtige Lagerung von Lebensmitteln. Die Veraucherzentrale hat für Dich den Ratgeber „Lagerungs-ABC“* für die richtige Lagerung von Obst und Gemüse erstellt.

Da Kühl-/Gefrierschränke zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt (bis zu 20 % des Gesamtverbrauchs) gehören, die Herstellung wertvolle Ressourcen verbraucht und umweltschädliche Emissionen verursacht, kannst Du mit den folgenden Tipps die Umwelt entlasten und Geld sparen.

Sparsames Gerät kaufen

Durch die Emissionen bei der Herstellung ist der Austausch eines älteren Kühlschranks nur unter bestimmten Bedingungen ökologisch sinnvoll. Das ist der Fall, wenn dieser viel Strom verbraucht, also eine schlechte Effizienzklasse hat oder älter als 10 Jahre ist und den neue Kühlschrank möglichst die höchste Energieeffiziensklasse besitzt. (Infos* zu den neuen Energielabel von der Verbraucherzentrale). Achte beim Neukauf auch idealerweise auf eine möglichst lange Lebensdauer und die Reparaturfähigkeit.
Wenn Du dann allerdings den alten Kühlschrank im Keller zusätzlich weiterbenutzt, hast Du natürlich nichts gewonnen, sondern Deine Ökobilanz enorm verschlechtert.

Hier* findest Du den Kühlschrank-Rechner der Verbraucherzentrale. Damit kannst Du Stromkosten und CO2-Ausstoss von bis zu vier Geräten vergleichen.

Reparieren lassen und lange nutzen

Bei einem Defekt Ihres grundsätzlich effizienten Kühlschranks ist eine Reparatur und eine möglichst lange Nutzungsdauer zu empfehlen.

Richtig entsorgen

Achte bei Deinem alten Kühlschrank aufgrund des umweltschädlichen Kühlmittels auf die richtige Entsorgung. Die kommunalen Abfallbetrieb nehmen generell Elektrogeräte kostenlos entgegen und kümmern sich um das fachgerechte Recycling. Bitte stell das Gerät nicht an den Straßenrand und hoffe, dass ihn jemand mitnimmt. In dem Fall wird das Gerät sehr wahrscheinlich nicht korrekt entsorgt.

Die richtige Größe wählen

Je größer das Kühl-/Gefriervolumen Deines Gerätes ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Für einen 1-2 Personenhaushalt reichen in der Regel 120 – 140 Liter Nutzinhalt, für jede weitere Person 60 Liter. Das Gefriervolumen liegt bei geringer Vorratshaltung bei 50 – 80 Liter. Wichtig: Bei separatem Gefriergerät ist ein Gefrierfach im Kühlschrank überflüssig.
Ein zu großer Kühlschrank verbraucht nicht nur wegen des höheren Stromverbrauchs unnötig Ressourcen, sondern verleitet Dich auch dazu, mehr Lebensmittel hineinzustellen als Du verbrauchst und die Du dann unter Umständen später wegwerfen musst.

Temperatur richtig einstellen

Stelle Die Temperatur im Kühl- und im Gefrierschrank korrekt ein. Im mittleren Bereich des Kühlschrank reichen 7 Grad und im Gefrierschrank -18 Grad. Ein Grad geringere Temperatur im Gefrierschrank kann den Stromverbrauch um 6% senken.

Kühl-/Gefrierschrank regelmäßig abtauen

Bildet sich eine dicke Eisschicht im Gerät, benötigt es viel mehr Energie als eigentlich nötig. Mit dem regelmäßigen Abtauen kannst Du 15 – 45 Prozent Energie einsparen! Infos zum korreken Abtauen hat das Portal co2online* für Dich!

Kühlschrank nicht zu lange geöffnet halten

Wenn Du die Kühlschranktür zu lange offen stehen läßt, gelangt warme Luft hinein und sorgt dafür, dass der Kühlschrank wieder intensiver kühlen muss. Das kostet dann wiederum Strom.

Keine warmen Speisen hineinstellen

Lasse warme Speise erst gut abkühlen bevor Du sie in den Kühlschrank stellst.

Aufstellungsort

Je wärmer es dort ist wo der Kühlschrank steht, desto mehr Energie benötigt er um die richtige Temperatur im inneren zu halten. Stelle ihn daher nicht neben Wärmequellen (Herd, Backofen, Heizung, …) bzw. dort auf, wo er direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Weitere ausführliche Infos zum Thema „Kühlschrank“ kannst Du bei utopia.de* und bei der Verbraucherzentrale* finden.

 

Sparsames Gerät kaufen

Achte auch hier beim Neukauf auf das Energielabel. (Infos* zu den neuen Energielabel von der Verbraucherzentrale). Aber Vorsicht: Der konkrete Stromverbrauch des
Geräts ist entscheidend. Es ist möglich, dass ein Minibackofen und ein herkömmlicher Backofen die selbe Energieklasse haben, aber unterschiedlich viel Strom verbrauchen, da der Backofeninnenraum unterschiedlich groß ist. Idealerweise kommen bei einem Neukauf nur Geräte in den Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ in die engere Auswahl. Achte beim Neukauf zusätzlich auch idealerweise auf eine möglichst lange Lebensdauer und die Reparaturfähigkeit.

Reinigungsfunktion selten nutzen

Manche Geräte sind mit einer Reinigungsfunktion (Pyrolysefunktion) ausgestattet. Dabei wird der Innenraum das Backofens auf über 500 Grad erhitzt, so dass alle Verschmutzungen zu Asche zerfallen. Bei diesem Vorgang verbraucht der Backofen besonders viel Strom, so dass die Reinigung Deine CO2-Bilanz verschlechtert und dazu auch noch ca. 1,10 – 1,80 EUR kostet.

Heiß- oder Umluft verwenden

Statt Ober-/Unterhitze kannst Du in der Regel auch Heiß-/Umluft verwenden. Dadurch das Du die Temperatur 20-30 Grad niedriger einstellen und auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen/braten kannst, sparst Du Energie und Kosten.

Auf das Vorheizen verzichten

Auch wenn es immer wieder auf der Verpackung steht: In der Regel brauchst Du den Backofen nicht vorheizen, sondern kannst die Speisen in den kalten Offen stellen und dann starten. Damit kannst Du bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen es ohne Vorheizen nicht funktionieren wird. Mehr Infos dazu bei utopia.de*

Restwärme des Ofens nutzen

Schalte den Ofen ein paar Minuten vor der eigentlichen Zeit aus. So kannst Du die Restwärme nutzen und auch damit Energie sparen.

Ofentür geschlossen halten

Da der Backofen bei jedem Öffnen der Tür Hitze verliert und diese dann nachheizen muss, ist es besser Du läßt die Tür die geasmte zeit geschlossen.

Weitere Infos hat die Verbraucherzentrale* für Dich.

Sparsames Gerät kaufen

Für Kochfelder gibt es keine EU-Energielabel. Hier gilt: Induktionskochfelder benötigen weniger Energie als Glaskeramikfelder. Speisen lassen sich sehr schnell erhitzen und die Temperatur recht genau regulieren. Nachteil: Der Anschaffungspreis ist höher und es wird geeignetes Kochgeschirr mit Magnetboden benötigt.

Jeder Topf braucht seinen Deckel

Wenn Du den passenden Deckel auf den Topf legst, kannst Du bis zu 50 Prozent Energie und 120 Kilogramm CO2 sparen!

Jede Topf braucht die passende Platte

Wähle für den Topf die richtige Kochplatte aus. Ist die Platte zu groß, verlierst Du unnötig viel Energie.

Schnellkochtopf verwenden

Kochen mit dem Schnellkochtopf ist ebenfalls sehr effizient. Es spart ebenfalls bis zu 50 Prozent Energie.

Mikrowelle statt Herd oder Ofen

Wenn Du schon eine Mikrowelle besitzt, dann nutze diese für das Aufwärmen von Speisen. Das ist effizienter als auf dem Herd oder dem Backofen. Idealerweise deckst Du das Gefäß mit einem Deckel ab.

Nicht mehr Wasser erhitzen als nötig

Du musst nicht immer den ganzen Topf mit Wasser füllen und erhitzen. Meist reichen wenige Zentimeter aus.

Weitere Infos hat das Umweltbundesamt* für Dich.

 

 

Das Spülen von Geschirr verbraucht Wasser, Energie zum Wärmen von Wasser und Spülmittel und belastet so ⁠Klima⁠, Grundwasserspeicher und Gewässer. Da moderne Spülmaschinen nur noch ca. 10 Liter Wasser und weniger als 1 kWh Strom pro Spülgang benötigen, ist in den meisten Fällen das Spülen in der Maschine effizienter als das Spülen von Hand – vorausgesetzt die Maschine ist voll beladen.

Sparsames Gerät kaufen: Achte beim Kauf auf den Strom-und Wasserverbrauch des Geschirrspülers. Diese und weitere Informationen findest Du auf dem neuen EU-Energielabel, mit dem seit 1. März 2021 alle Geschirrspüler gekennzeichnet sein müssen. Die Energieeffizienzklassen unterteilen sich nun in die Klassen A (geringster Verbrauch) bis G (höchster Verbrauch). Da die Eingruppierung nach neuen Berechnungsmethoden erfolgt, finden sich die aktuell sparsamsten Geräte in der Klasse  B. Achte auf die konkreten Verbrauchsdaten des jeweiligen Modells, denn auch innerhalb der effektivsten Klassen gibt es noch Unterschiede. Neu ist, neben der Angabe der Spüldauer im ECO-Programm, ein QR-Code auf dem Label, dieser verlinkt direkt auf die neue EU-Produktdatenbank (EPREL), wo weitere Informationen über das betreffende Model verfügbar sind.

Passende Größe wählen: Geschirrspüler gibt es in zwei Bauformen mit 45 cm und 60 cm Baubreite. Für Haushalte ab zwei Personen werden Geräte mit 60 cm Baubreite empfohlen, da diese, wenn sie voll beladen werden, am effizientesten sind. Diese Bauform verbraucht bei viel Rauminhalt verhältnismäßig wenig Strom und Wasser. Wenn in kleinen Küchen zu wenig Stellplatz ist oder die Gefahr besteht, dass die Spülmaschine nicht voll wird (z.B. in Singlehaushalten mit wenig Geschirr), dann sind Geräte mit 45 cm Baubreite ideal, auch wenn ihr spezifischer Strom- und Wasserverbrauch höher ist als bei den breiten Geräten.

Darüber hinaus unterscheiden sich Geschirrspüler in ihrer Bauart: So können Sie freistehende oder teil- und vollintegrierte Geschirrspüler erwerben. Laut Stiftung Warentest sind freistehende Varianten häufig billiger als teil- und vollintegrierte Geschirrspüler.

Leise Geräte bevorzugen: Gerade in offenen Wohnküchen können Geschirrspüler durch ihre Lautstärke stören. Achte deshalb beim Kauf auf den Geräuschpegel der Spülmaschine. Diese findest Sie auch auf dem EU-Energielabel: Leise Geräte (Breite 60 cm) sollten weniger als 44 dB(A), kleine Geräte (Breite 45 cm) weniger als 46 dB(A) haben.

Sparsam spülen: Der Kauf einer energieeffizienten Spülmaschine ist die zentrale Voraussetzung zum Energiesparen. Damit Sie aber auch tatsächlich energieeffizient spülen, musst drei Dinge beachten:

  1. Bevorzuge Spülprogramme mit niedrigeren Waschtemperaturen. Wähle dafür am besten das Eco- oder Energiesparprogramm Deines Geschirrspülers aus, auch wenn ein Spülgang dann länger dauern kann.
  2. Starten Deine Maschine erst dann, wenn sie voll ist.
  3. Verzichten zudem auf ein Vorspülen mit der Hand – das verbraucht unnötig Wasser und Energie, insbesondere dann, wenn Du mit warmem Wasser vorspülst.

Reparieren lassen und lange nutzen: Wenn Du Deine Spülmaschine bei Defekten nach Möglichkeit reparieren läßt und so eine lange Lebensdauer Deiner Spülmaschine erreichst, entlastest Du die Umwelt besonders. Denn die Herstellung eines Neugeräts ist u. a. aufgrund der eingebauten Elektronik umweltbelastend und verbraucht wertvolle Ressourcen, die auch oft nur unzureichend zurückgewonnen werden können. Darüber hinaus wird zukünftig nicht mehr mit großen Effizienzsprüngen bei neuen Geschirrspülern gerechnet. Falls Du Deinen Geschirrspüler innerhalb der letzten zwei Jahre gekauft hast oder eine Zusatzgarantie abgeschlossen hast, solltest für die Reparatur Deine Verbraucherrechte in Anspruch nehmen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, schon beim Neukauf auf Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit zu achten.

Austausch von funktionsfähigen Geräten nur im Ausnahmefall: Der Austausch einer älteren funktionsfähigen Spülmaschine durch ein hocheffizientes Neugerät ist nur im Ausnahmefall ökologisch sinnvoll. Das ist dann der Fall, wenn Du Deinen Geschirrspüler vor dem Jahr 2005 gekauft hast oder er eine niedrige Energieeffizienzklasse besitzt und Du ihn gegen einen neuen Geschirrspüler in der aktuell höchsten Energieeffizienzklasse austauschst. Wenn Du hingegen eine Spülmaschine der bisher höchsten Effizienzklasse nutzst, dann bringt aus ökologischer Sicht der Ersatz durch ein sparsameres Modell kaum Vorteile. Lass auch diese Geräte bei einem Defekt reparieren. Besitzt Du nach dem heutigen Stand einen sehr effizienten Geschirrspüler, solltest Du diesen möglichst lange nutzen und bei Bedarf reparieren. Denn zukünftig wird nicht mit großen Effizienzsprüngen bei Geschirrspülern gerechnet.

Richtig entsorgen: Du bist als Verbraucherin und Verbraucher verpflichtet, Deine ausrangierten Elektro- und Elektronikgeräte separat vom Hausmüll zu entsorgen. Hierzu kannst Du diese kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben. Manche Kommunen organisieren auch die Abholung, zum Beispiel im Rahmen der Sperrmüllabfuhr. Alternativ kannst Du ein Rücknahmesystem der Hersteller oder Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten nutzen. Außerdem sind Einzelhändler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet, ihr Altgerät bei Neukauf der gleichen Geräteart unentgeltlich zurückzunehmen (sogenannte 1:1 Rücknahme). Funktionstüchtige Geräte kannst Du über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser einer weiteren Nutzung zuführen.

Was Du noch tun kannst:

  • Wende einmal pro Monat einen Spülgang mit 65 °C an, um Fettablagerungen in Ihrer Spüllmaschine vorzubeugen. Dies schützt auch vor einem technischen Defekt.
  • Kalkablagerungen können die Effizienz Deines Geschirrspülers reduzieren und die Lebensdauer verkürzen. Für ein gutes Spülergebnis fülle Sie das Regeneriersalz regelmäßig nach oder verwenden Tabs, die Entkalker enthalten.
  • Bevorzuge umwelt- und gesundheitsverträgliche Reinigungsmittel mit entsprechendem Ökosiegel* wie z.B. dem Blauen Engel*.
  • Als Alternative zum Neukauf kannst Du auch Gebrauchtgeräte z. B. mit Garantie vom Händler erwerben, denn so wird die Herstellung eines Neugerätes vorerst vermieden.
  • Beim Spülen mit der Hand: Spüle  nicht unter fließendem Wasser und verwende das Spülmittel sparsam.
  • Informationen zu Zusatzgarantien* findest Du bei den Verbraucherzentralen.
  • Beachten auch die Tipps des UBA Warmwasser*, Ökostrom* und Produkte länger nutzen*.
  • Achte bei der Installation der Maschine darauf, dass ein
    Wasserschutzmechanismus eingebaut ist, der verhindert, dass Wasser Deine
    Wohnung flutet wenn der Schlauch defekt ist.

Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet

Biolebensmittel dienen dem Umwelt- und Tierschutz. Sie helfen, die mit der konventionellen Landwirtschaft verknüpften Umweltbelastungen* zu reduzieren. Anbau und Herstellung von Biolebensmitteln sind in der EG-Öko-Basisverordnung geregelt. Wichtigste Merkmale sind der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und auf leicht lösliche mineralische Düngemittel sowie eine möglichst artgerechte Tierhaltung.

Kauf von Biolebensmitteln: Biolebensmittel erhält man in (fast) jedem Lebensmittelgeschäft. Während Naturkostläden, Biosupermärkte und Lieferdienste Vollsortimente haben, findet man auch in konventionellen Supermärkten, Drogerien und Reformhäusern eine immer größere Auswahl an Produkten in Bio-Qualität. Alle Biolebensmittel, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hergestellt wurden, sind an dem gesetzlich vorgeschriebenen EU-Bio-Logo* erkennbar. Das sechseckige deutsche Bio-Siegel kann zusätzlich und freiwillig auf der Verpackung angebracht sein. Es ist bezüglich der Anforderungen mit dem EU-Bio-Logo identisch.

Orientierung im Label-Dschungel: Grundsätzlich gilt: Bioprodukte erkennt man am EU-Bio-Logo. Hat ein Produkt kein EU-Bio-Logo, ist es auch kein Bioprodukt. Daneben gibt es noch viele weitere Bio-Kennzeichnungen auf Lebensmitteln:

  • Label ökologischer Anbauverbände: Die meisten Verbände wie z.B. Bioland, Naturland oder Demeter existierten in Deutschland schon vor der Einführung der EG-Öko-Verordnung im Jahr 1993. Die Verbandsrichtlinien sind in einigen Punkten strenger als der EU-Bio-Standard.
  • Handelsmarken: Viele große Handelsketten haben eigene Bio-Marken gegründet, um Bioprodukte besser vermarkten zu können. Die Umweltanforderungen entsprechen dabei dem EU-Bio-Logo.

In den Informationsportalen www.siegelklarheit.de* oder label-online.de* findest Du unter der Kategorie „Ernährung“ alle Siegel der Anbauverbände und der Bio-Handelsmarken.

Geschützte Begriffe: Die Bezeichnungen „Bio“ und „Öko“ sind gesetzlich geschützte Begriffe. Erzeugung und Verarbeitung so gekennzeichneter Lebensmittel sind nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus erfolgt. Auch folgende Begriffe auf Lebensmitteln dürfen nur für Bioprodukte verwendet werden:

  • biologisch oder ökologisch
  • kontrolliert biologisch bzw. kontrolliert ökologisch
  • biologischer bzw. ökologischer Landbau.

Andere Begriffe hingegen wie z.B. „integrierter Landbau“, „natürlich“ oder „kontrolliert“ stehen nicht für Bioprodukte.

Auf ausgewogene Ernährung achten: Längst gibt es alle Lebens- und Genussmittel auch in Bio-Qualität: Von der Tiefkühlpizza über Süßigkeiten bis hin zu Hochprozentigem. Das ist gut für die Umwelt, aber nicht automatisch auch gut für die Gesundheit. Die allgemeinen Ernährungsregeln haben deshalb auch für Biolebensmittel ihre Gültigkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat zum Beispiel auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zehn Regeln* formuliert, die Ihnen helfen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen.

Regional und saisonal einkaufen: Lange Transportwege haben je nach Transportmittel eine hohe Energiebilanz. Besonders umweltbelastend sind Transporte mit dem Flugzeug, mit bis zu 170-mal höheren Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Lebensmittel als bei einem Transport mit Seeschiffen. Ein Anbau im Gewächshaus oder lange Lagerungen treiben den CO2-Ausstoß zusätzlich in die Höhe. Kaufe ökologische Produkte daher wenn möglich regional und saisonal.

Was Du noch tun kannst:

  • Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch- und anderen tierischen Produkten (z.B. Margarine statt Butter).
  • Beachte die Tipps des UBA zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.*
  • Fairen Handel unterstützen.
  • Kaufe Gemüse wie Kohlrabi, Möhren oder Radieschen ohne Blätter, wann immer möglich.
  • Lass Dich beim Kauf von Obst und Gemüse nicht von kosmetischen Makeln leiten, wählen sie gezielt Obst und Gemüse ohne Klassenangaben oder der Klasse II
  • Kaufe Obst und Gemüse nach Deinem persönlichem Mengenbedarf, selbst wenn Produkte verschiedener Größen den gleichen Preis haben
  • Vermeide das Anfassen und Drücken von losem Obst und Gemüse
  • Wähle beim Einkauf nicht immer das aller neueste und frischeste Obst oder Gemüse
  • Verzichte gezielt auf eingepacktes Obst und Gemüse und nutzen Sie Obst- und Gemüsenetze für den Transport.
Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet

Trinkwasser zählt in Deutschland zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Das Trinken von Leitungswasser erzeugt weniger als ein Prozent der Umweltbelastungen von Mineralwasser.

Trinkwasser trinken: Ob gesprudelt oder nicht: Frisches Trinkwasser aus der Leitung kann in Deutschland nahezu ausnahmslos ohne Bedenken getrunken werden. Denn das Trinkwasser in Deutschland besitzt sehr gute Qualität. Dies gilt für die großen zentralen ebenso wie auch – mit ganz wenigen Ausnahmen – für die kleineren Wasserversorgungsanlagen. Beachte dabei: Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Trinkwasser-Installation „stagniert“ (gestanden) hat, sollte nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden. Lassen Sie Stagnationswasser ablaufen und machen Sie die „Fingerprobe“: Frisches Wasser ist merklich kühler als Stagnationswasser.

Qualität prüfen: Ihr Wasserversorger ist verpflichtet, Sie durch geeignetes und aktuelles Informationsmaterial über die Qualität des Trinkwassers zu informieren (z.B. über die Analysedaten und weitere Informationen im Internet). Die letzten Meter der Wasserleitung liegen allerdings nicht mehr in der Verantwortung der Wasserversorger, sondern in der Verantwortung der Hauseigentümer. Insbesondere im Falle von Verunreinigungen durch Blei, aber auch durch Mikroben (z.B. Legionellen) sind diese letzten Meter entscheidend. Beachte hierzu die Tipps des UBA zu Blei im Trinkwasser* und Warmwasser*.

Fachkundige Installation: Schütze das Trinkwasser innerhalb Deines Hauses vor Problemen und Verunreinigungen, indem Du Arbeiten an der Trinkwasser-Installation nur von Fachbetrieben ausführen läßt. Der Installationsbetrieb sollte für Leitungen und Armaturen nur Produkte mit dem Prüfzeichen eines akkreditierten Zertifizierers verwenden. Dein Wasserversorger führt dafür ein „Verzeichnis eingetragener Installationsbetriebe“.

Geringe Kosten: Trinkwasser ist im Vergleich zu anderen Getränken extrem günstig. Für einen Cent bekommt man in etwa 2 Liter Trinkwasser aus der Leitung (inkl. Abwassergebühr). Ein Zwei-Personen-Haushalt braucht durchschnittlich jährlich 80 m3 Trinkwasser. Die Kosten dafür betragen im Schnitt 190 € für das Wasser und zusätzlich rund 240 € Abwassergebühr. Das macht 215 Euro pro Person und Jahr. Mit anderen Worten: Pro Tag macht das rund 60 Cent für über 100 Liter Trinkwasser als Lebensmittel und für alle sonstigen häuslichen Verwendungszwecke.

Energie sparen: Warmwasser muss extra erhitzt werden. Im Schnitt fließen 10 % der Energiekosten eines Haushalts in die Bereitung von Warmwasser. Ein sparsamer Umgang mit warmem Wasser spart Geld und vermeidet CO2-Emissionen. Beachte hierzu die Tipps des UBA zu Warmwasser*.

Wasser nicht unnötig verschmutzen: Unverbrauchte oder abgelaufene Arzneimittel gehören genau so wenig in den ⁠Abfluss wie Farbreste oder andere wassergefährdende Chemikalien. Wie Du diese in Deinem Wohngebiet am besten entsorgst, erfährst Du aus der interaktiven Entsorgungslandkarte*. Du kannst Arzneimittelreste wie Chemikalien bei der Schadstoffsammelstelle* (Recyclinghof) abgeben oder aber in den Hausmüll (Restmülltonne) tun – mit diesem werden sie verbrannt oder unschädlich deponiert. Geruchsbildende Abfälle wie Windeln oder Damenbinden gehören ebenso wie auch „normale“ Abfälle in den Restmüll. Damit verhindern Sie das Verstopfen Ihrer Abwasserleitungen und entlasten die Kläranlagen.

Was Du noch tun kannst:

  • Repariere tropfende Wasserhähne: Aus einzelnen Tropfen können im Laufe eines Jahres über 1.000 Liter werden. Insbesondere bei Warmwasserleitungen führt ein tropfender Wasserhahn zu vermeidbaren Kosten.
  • Verwende Sie Stagnationswasser zum Blumengießen.
Quelle: Umweltbundesamt – Link zur Seite * – Text wurde bearbeitet

Maschine auf, Kapsel rein, Wasser marsch, schon ist der leckere Espresso, Café creme oder Lugo fertig. So einfach und komfortabel die Kapselmaschinen auch sind, so problematisch sind sie für die Umwelt. Für eine Kapsel mit 6,5 Gramm Kaffeepulver werden durchschnittlich 2,5 Gramm Aluminium oder Kunststoff und zusätzlich noch 1,5 Gramm Papier für die Umverpackung verwenden. Zusätzlich ist der Kaffee sehr teuer. Umgerechnet kostet der Kaffee in den Kapseln zirka 60 – 80 EUR pro Kilogramm. Zum Vergleich: Fair gehandelter Bio-Kaffee kostet ca. 23 EUR pro Kilo!

Die Deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, dass durch die ca. 3,4 Milliarden Kaffeekapseln (2019) in Deutschland verbrauchten Kapseln ein Müllberg von 13.500 Tonnen Aluminium-, Plastik- und Papierabfällen entstanden ist. Ganz zu schweigen von dem enormen Ressourceneinsatz für Herstellung und Transport der Rohstoffe und der Kapseln.

Recycling problematisch

Da die Kapseln aufgrund des zurückbleibenden Kaffeesatzes nicht in der Gelben Tonne entsorgt werden dürfen, bleibt nur der Restmüll. Außerdem problematisch: Die Kapseln werden in der Regel nicht aus recycelten Materialien hergestellt.

Bioplastik ist nicht besser für die Umwelt

Auch wenn viele Kapselhersteller mit „Bio-Kapseln“ werben. In Deutschland dürfen Kapseln aus sogenanntem „Bioplastik“ nicht in der Biotonne entsorgt werden. Grund: In den Kompostierungsanlagen kann sich das Platik nicht schnell genug abbauen und muss aufwändig aussortiert werden. Meist steht die Info auch im Kleingedruckten auf der Verpackung. Ausführliche Informationen zu „Bioplastik“ hat die Deutsche Umwelthilfe* für Dich.

Alternativen zur Kapsel

Du brauchst Deine geliebte Kapselmaschine jetzt aber nicht entsorgen. In den meisten Maschinen kannst Du wiederbefüllbare Kaspeln aus Edelstahl oder Kunststoff verwenden. Diese kannst Du mit Deinem eigenen Lieblingskaffeemehl füllen und anschließend reinigen. Die Vorteile: Du schonst die Umwelt und Deinen Geldbeutel. Die Nachteile: Das Füllen und das Reinigen der Kapsel dauert natürlich länger, als einfach eine ’normale‘ Kapsel zu nutzen. Das bedeutet: Wenn Du viele Portionen in kurzer Zeit machen musst (z.B. bei einer Feier) ist die Nachfüllkapsel eher unpraktisch. Außerdem musst Du, um ein gleich gutes Endresultat zu erzielen, zu Beginn unter Umständen ein wenig mit dem richtigen Kaffeemehl und der optimalen Befüllung der Kapsel experimentieren. Hier* findest die Infos zu wiederbefüllbaren Kapseln.
Neben den Kapselmaschinen gibt es aber auch noch Aufbrühsysteme, die French Press, der Kaffeevollautomat oder die gute alte Espressokanne mit denen Du leckeren Kaffee kochen kannst und das fast ganz ohne Abfall!

Teekapseln ebenfalls vermeiden

Auch wenn Teekapseln noch nicht den Verbreitungsgrad haben wie Kaffeekapseln, sind diese natürlich genauso umweltschädlich.

Dem Thema informiert die Deutsche Umwelthilfe* und die GWA Kreis Unna* hat eine Infoseite zum Thema „Kein Plastik in die Biotonne„* ins Netz gestellt .

Wohnzimmer

Wohnzimmer

TV, Smartphone, Spielekonsole, PC und Co.

Laut BDEW fließen rund 28 Prozent des Stroms in den Betrieb von Computern, Fernsehern, Spielkonsolen etc. (Quelle*). Daher macht es Sinn hier genauer hinzuschauen.

Fernseher

Planst Du, Dir einen neuen Fernseher anzuschaffen. Dann schaff Dir keinen zu großen Fernseher an. Je größer der Bildschirm ist, desto mehr Strom benötigt das Gerät auch. 32-Zoll Bildschirme bieten hier ein gutes Verhältniss zwischen Größe und Stromverbrauch.

Auch Fernseher müssen mit einem Energielabel* gekennzeichnet werden. Achte beim Neukauf auf ein möglichst effizientes Gerät.

Da Fernsehgeräte wertvolle Rohstoffe wie Edel-, Sondermetalle und Seltene Erden, aber auch Schadstoffe (unter anderem Quecksilber und halogenierte Flammschutzmittel) enthalten, kannst Du durch den Kauf eines gebrauchten Fernsehers Ressourcen schonen. Altgeräte solltest Du bei Deiner kommunalen Sammelstelle abgeben.

Weitere Informationen findest Du auf utopia.de*.

Smartphone

Alle zwei Jahre ein neues Smartphone. Das ist fast schon normal geworden. Das vermeintlich alte Gerät funktioniert zwar noch tadellos, aber viele Mobilfunkanbieter locken bei Vertragsverlängerung mit neuen Geräten. Prüfe, ob Du WIRKLICH ein neues Gerät benötigst oder ob Du nicht statt dessen eine Gutschrift bekommen kannst.

Da bei der Herstellung wertvolle Edel- und Sondermetalle verbaut werden, schonst Du die Umwelt, wenn Du Dein Smartphone möglichst lange benutzt. Geh daher sorgsam mit Deinem Smartphone und dem Akku um.

Solltest Du es dann doch erneuern, dann gibt Dein altes Smartphone bei einer Handy-Sammelstelle ab. Sie werden dann entsprechend recycelt.

Spielekonsole

Viele Modelle verweilen, wenn Sie nicht benutzt werden, im Stand­-by-­Modus. Mittels schaltbarer Steckdosenleiste kannst Du sie komplett ausschalten.

Beim Kauf solltest Du auf die Energiebilanz achten! Besonders hochwertige Grafik und aufwändige Spiele verbrauchen trotz höherem Spaßfaktor mehr Strom als einfache Geräte.

PC und Zubehör

  • Achte beim Kauf auf den Energieverbrauch. Laptops haben in der Regel einen geringeren Stromverbrauch als Desktop-PCs.
  • Du sparst Energie wenn Du Deinen Monitor 25 Prozent dunkler einstellst und sich Dein PC bei Nichtbenutzung in den sparsamen Ruhezustand schaltet statt nur den Bildschirmschoner zu aktivieren.
  • Auch bei der EDV gilt: Alle Geräte bei Nichtbenutzung möglichst über eine schaltbare Steckdose komplett vom Strom trennen.

Fernseher, PC, Drucker, Monitor, Kaffeemaschine, Musikboxen, Ladestationen für Rasierer und elektrische Zahnbürsten, usw. werden gerne in den Stand-by-Modus geschaltet oder dauerhaft mit Strom versorgt. Manche dieser Geräte lassen sich gar nicht mehr komplett ausschalten und können so zu Energiefressern werden. Besonders wenn viele alte Geräte genutzt werden geht viel Strom und Geld unnütz verloren. Eine Lösung können schaltbare Steckdosen sein. Dort können die Geräte komplett vom Strom getrennt werden. Das gilt übrigens in der Regel auch für den W-LAN Internetrouter. Auch dieser kann in der Nacht ausgeschaltet werden.

Das Internet wird immer größer und es werden immer mehr Daten gespeichert und abgerufen. Aufgrund der Verfügbarkeit von schnellen Datenleitungen ist die Größe von Dateien nicht mehr wichtig. Gerade die Übertragung von großer Menge von Videodaten bei Videostreaming, Videokonferenzen und Streaming von Videos in sozialen Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook, usw. sorgt dafür, dass mittlerweile 6 bis 12 Prozent des weltweiten Strombedarfs auf die Infrastruktur des Netzes entfallen und für 1,8 bis 3,2 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind.

Hier ein paar Tipps wie Du umweltschonender das Internet nutzen kannst:

Festnetz statt Mobilfunk

Daten statt über das Mobilfunknetz über Deinen Festnetzanschluss
abrufen spart
Strom und reduzieren somit in der Regel auch Deine Emissionen.

Download statt Streaming

Daten, die sich auf dem Gerät befinden und so direkt abgespielt werden können, müssen nicht immer wieder aus dem Netz geladen werden.

SD statt HD

Wenn Du Videos in SD- statt in HD-Qualität schaust, sparst Du im Schnitt 86 Prozent CO₂ ein!

Kamera aus statt an

Schaltest Du in der nächsten Videokonferenz die Kamera aus, kannst Du rund 96 Prozent CO₂ einsparen.

Fotos und Videos auswählen statt alles in die Cloud zu synchronisieren

Speicher in der Cloud verbrauchen natürlich auch Strom. Je mehr Daten dort gespeichert und gesichert werden müssen, desto größer ist auch ihr Energiebedarf. Synchronisiere idealerweise nicht einfach immer alle Daten, sondern lösch vorher die Fotos und Videos, die Du mehrfach aufgenommen hast bzw. die Du Dir sehr wahrscheinlich später nicht mehr anschauen wirst.

Auf Kryptowährungen verzichten

Abgesehen davon, dass Kryptowährungen extrem spekulativ sindAufgrund des sehr energieaufwändigen Mining-Prozesses (Erschaffen von Krypotowährung durch rechenintensives Lösen von Rechenaufgaben) ist die Klimabilanz von Kryptowährungen extrem schlecht. Es werden dabei 11 Gigawatt verbraucht und damit ca. 0,1 Prozent des gesamten weltweit benötigten Stroms. Für 2022 ergibt sich so ein rechnerischer CO2-Ausstoß von gut 48 Millionen Tonnen. Das ist ungefähr die Menge die Nepal oder die Zentralafrikanische Republik verursachen.

Quelle: BR24 – Bitcoin: Studie zeigt Ausmaß des CO2-Ausstosses*

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