KONSUM

Der Bereich „Konsum“ hat zwar einen großen Anteil an unserem CO2-Fußabdrucks, ist aber eine „Restkategorie“, die sich aus einer Vielzahl von verschiedenen Produkten und Dienstleistungen (Bekleidung und Schuhe, Haushaltsgeräte und -gegenstände, Post und Telekommunikation, Freizeit, Unterhaltung und Kultur, Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen und andere Waren und Dienstleistungen) ergibt. Ziel sollte es sein, dass die Produkte und Dienstleistungen die wir konsumieren, möglichst umweltfreundlich sind. Das ist gar nicht so einfach herauszubekommen. „Um die Umweltwirkung einzelner Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren beurteilen zu können, ist es wichtig, ihren gesamten Lebenszyklus zu betrachten – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Das umfasst beispielsweise auch die Herstellung der Vorprodukte oder die Bereitstellung von Rohstoffen sowie die Ablagerung der Abfälle auf Deponien oder ihre Verbrennung. Nur wenn die Lebenszyklusperspektive einbezogen wird, ist eine richtige Beurteilung der Umweltwirkungen möglich.“ (Quelle: Umweltbundesamt*)

Bei dieser Betrachtung ist der Ausstoß klimaschädlicher Gase nur ein Kriterium.
Weitere Wirkungskategorien sind:

  • Versauerung von Gewässern und Böden
  • Eutrophierung (Überdüngung in Gewässern und Böden)
  • Humantoxizität
  • Beanspruchung von Rohstoffen
  • Flächeninanspruchnahme

(Quelle: Umweltbundesamt*)

Fakt ist, dass wir viel mehr konsumieren, als wir eigentlich dürften. Den am 04. Mai 2023 ist/war es wieder so weit. Wir haben den Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) erreicht. Wenn alle Menschen auf der Erde so viele Ressourcen benötigen würden wie die Einwohner Deutschlands, dann wären die natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr an diesem Tag verbraucht. (Quelle: overshotday.org*) Weltweit betrachtet, lag der EOD 2022 auf dem 28 Juli. (Quelle: overshotday.org*). Alle Ressourcen, die wir nach dem 04. Mai verbrauchen, ‚leihen‘ wir uns von Ländern, die ihr ‚Budget‘ nicht komplett verbrauchen (Länder des globalen Südens) und von den nachfolgenden Generationen, denen diese Ressourcen dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Versuche daher Deinen Konsum so zu verändern, so dass weniger Ressourcen verbraucht und die Umwelt weniger belastet wird.

Quelle: Umweltbundesamt CO2-Rechner (Stand 2022)

© Kompetenzzentrum Nachhaltiger Kosum

Link*: https://www.bmuv.de/themen/nachhaltigkeit-digitalisierung/konsum-und-produkte/nachhaltiger-konsum

Quelle: Earth Overshoot Day (Stand 2022)

© Earth Overshoot Day. Global Footprint Network.

Link*: https://www.overshootday.org/newsroom/country-overshoot-days/

Computer / Smartphones

Computer / Smartphones

Zur Herstellung von Smartphones, Tablets, Notebooks, PCs und Monitoren werden eine Reihe von Rohstoffen benötigt, deren Gewinnung oftmals sehr problematisch ist. Die Arbeitsbedingungen und die Auswirkungen auf die Umwelt sind häufig sehr schlecht. Umso wichtiger ist es, sich genau zu überlegen, ob zwingend ein neues Gerät angeschafft werden muss, oder ob es nicht auch ein gebrauchtes Gerät sein kann. Bei einem Gerätedefekt solltest Du, statt es direkt zu entsorgen und ein neues Gerät anzuschaffen, überlegen, ob eine Reparatur möglich ist.

Genau wie bei der Fast Fashion, versuchen auch die Elektronikhersteller mit immer neuen Modellen möglichst viele Geräte zu verkaufen. Durch die kontinuierliche Steigerung der technischen Ausstattung wie Kamera, Speicherkapazität, Bildschirmauflösung, etc. wird versucht, die Konsumenten zu Neukäufen zu bewegen. Die Frage, die Du Dir hier aber stellen solltest: Merkst Du wirklich den Unterschied zwischen einem Foto einer 32 MP und einer 48 MP Kamera? Und sehen die Webseiten, Instagram- oder TikTok Videos auf dem neuen Display wirklich besser aus?

Wenn Du darüber nachdenkst, Dir ein neues Smartphone, Notebook, etc. zuzulegen, dann solltest Du ein paar Dinge beachten.

Auf Zertifizierung achten

Die wohl strengsten Anforderungen an die nachhaltige Produktion und fairen Arbeitsbedingungen hat das „TCO“ Label. Das „TCO“ Label (Total Cost of Ownership) ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem für Elektronikprodukte, das ökologische und soziale Aspekte bei der Produktion, Verwendung und Entsorgung von Produkten berücksichtigt. Es sorgt für eine bessere Transparenz und Nachhaltigkeit im elektronischen Bereich und dient als Orientierung für Verbraucher bei der Kaufentscheidung. (Beschreibung der Kriterien*). Bevor Du ein Produkt kaufst, kannst Du im Productfinder* des TCO Label nachsehen, ob es zertifiziert ist.

Auf Reparierfähigkeit achten

Einmal nicht aufgepasst und schon ist das Smartphone auf den Boden gefallen, und das Display hat jede Menge Risse. Es ist schon ärgerlich, dass der Bildschirm kaputt gegangen ist. Noch ärgerlicher ist aber, dass viele elektronische Geräte entweder gar nicht repariert werden können, oder eine Reparatur so aufwändig bzw. teuer ist, dass sich viele Nutzende dann doch für einen Neukauf entscheiden. Das mit der Entsorgung auch ganz viele Bauteile weggeworfen werden, die völlig in Ordnung sind, ist Verschwendung. Achte doch beim Kauf direkt auf die Reparaturfähigkeit des Gerätes. Die Webseite iFixit hat beispielsweise ein Reparierbarkeits-Index* für Smartphones, Tablets und Notebooks erstellt. Dort kannst Du nachschauen, wie gut sich das Gerät bei Bedarf reparieren läßt. Dort findest Du auch Schritt-für-Schritt Reparaturanleitungen und kannst dort sogar das benötigte Werkzeug bestellen.

Gerade Apple-Smartphones konnten von Privatpersonen fast gar nicht repariert werden. Das hat sich glücklicherweise geändert. Apple bietet nun die Möglichkeit, dass man sich ein komplettes Reparaturset ausleihen kann. Zusammen mit den Reparaturanleitungen und den verfügbaren Ersatzteilen, kannst Du nun, wenn Du es Dir zutraust, selber Dein iPhone Reparieren. (Weitere Infos dazu bei Apple*).

Ab 2025 soll EU-weit ein Energielabel für Smartphones und Tablets eingeführt werden. Zusätzlich wird das Energielabel auch Auskunft über die Reparierbarkeit des Gerätes Auskunft geben! (Quelle: BMWK*) 

Alte und/oder defekte Geräte spenden

Da besonders in Smartphones wertvolle Stoffe verbaut sind, macht es Sinn zu prüfen, wo bei Dir in der Nähe Sammelstellen für alte Handys/Smartphones eingerichtet wurden. Die Geräte werden dann einem professionellen Recyclingunternehmen zugeführt, welches die wertvollen Materialien aussortiert, so dass sie in neuen Produkten wiederverwendet werden können. In Unna kannst Du Dein altes Smartphone z.B. im Umweltberatungszentrum (Öffnungszeiten*) abgeben. Es gibt auch bundesweite Sammelaktionen z.B. vom NABU* oder von der Telekom*.

Auf innovative, nachhaltige Hersteller achten

Wie in allen anderen Bereichen auch gibt es zunehmend Hersteller, bei denen die Nachhaltigkeit ihrer Produkten oberste Priorität hat. Im Smartphonemarkt haben sich hier z.B. der deutsche Hersteller SHIFT* oder das niederländische Unternehmen Fairphone* etabliert. Diese Geräte haben auch im Reparierbarkeits-Index (siehe oben) die meisten Punkte erhalten.

Statt Neuware lieber gebrauchte oder aufbereitete Geräte kaufen

Vor dem Kauf eines neuen Gerätes kannst Du die Lebensdauer eines bereits hergestellten Gerätes verlängern. Es gibt im Internet unzählige Plattformen, auf denen Du gebrauchte Geräte oder aufbereitete Geräte (auch „refurbished“ genannt) kaufen kannst. Manche Anbieter verkaufen diese Geräte sogar mit Garantie.

Kleidung/Schuhe

Kleidung/Schuhe

Viel Müll durch Fast Fashion

Wenn wir unseren Kleiderschrank öffnen, dann sehen wir jede Menge Kleidungsstücke. Manche davon tragen wir regelmäßig, manche sind uns zu klein oder zu groß, manche fanden wir im Geschäft super, haben sie dann aber dann doch nicht angezogen und manche gefallen uns nicht mehr, weil sie ‚aus der Mode‘ gekommen sind. Im Durchschnitt kaufen wir in Deutschland ca. 18 Kilogramm Kleidung pro Jahr (weltweit sind es 8 Kilogramm). Ein Grund dafür ist der Trend ‚Fast Fashion‘. Schnell wechselnde Modetrends, von großen Modeketten forciert, sollen uns immer wieder dazu bringen, neue Kleidung zu kaufen. Oftmals ist die Kleidung günstig, so daß die Hemmschwelle, sich möglichst immer wieder andere T-Shirts, Hosen, Jacken, etc. zu kaufen möglichst gering ist. Doch was sind die Folgen dieses Trends und unseres Konsumverhaltens?

Die Produktion von (billigen) Kleidungsstücken ist in vielerlei Hinsicht problematisch.

Baumwolle und synthetische Fasern

Die Produktion von Baumwolle ist sehr wasserintensiv (ca. 170 Badewannen Wasser für 1 Kilogramm Baumwolle) und die Felder werden mit giftigen Pflanzenschutzmitteln und Dünger belastet. Diese gelangen von dort ins Grundwasser, von dort in den Wasserkreislauf und werden dann von Menschen und Tiere wieder aufgenommen.

Für die Herstellung synthetischer Fasern werden Millionen Tonnen Öl benötigt. Durch den massiven Bedarf an fossilen Energien ist die Textilindustrie zu einem der größten CO2e-Verursacher geworden. Laut der Studie „Fashion on climate“ hat die Textilindustrie 2018 ca. 2,1 Milliarden Tonnen Treibhausgase emittiert, soviel wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen.

Herstellung und Veredelung

Die Herstellung erfolgt in der Regel in Asien. Die Arbeitsbedingungen der Arbeitenden sind dort meist menschenunwürdig, Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen oft nicht vorhanden.

Glätten, Bleichen, Färben, Bedrucken – und ggfs. Imprägnieren. Alles Arbeitsschritte um die Kleidungsstücke zu veredeln. Dafür werden pro Kilogramm Kleidung rund ein Kilogramm Chemikalien verwendet. Darunter auch Schwermetalle wie Kupfer, Arsen und Cadmium. (Giftig und z.T. auch krebserregend)

Microplastik

Beim Waschen von Kleidungsstücken aus synthetischen Fasern entstehen durch Abrieb Microplastikteilchen, die über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen. Schätzungsweise werden 80 – 400 Tonnen Mikropartikel jährlich durch Kleidung freigesetzt (⁠UBA⁠ 2015).

Entsorgung

In der Coronazeit quollen die Altkleidercontainer über von ausrangierter Kleidung. Viele hatten sich mit dem „Ausmisten“ ihres Kleiderschrank beschäftigt. Auch hier hat der Fast Fashion Trend negative Auswirkungen. Aufgrund der immer schlechter werdenden Qualität der billig produzierten Ware, können viele Kleidungsstücke nicht mehr weiterverwertet werden. Am Ende landen sie in der Müllverbrennungsanlage.

Schuhe

Für Schuhe gelten die gleichen Problemstellungen wie für Textilien. Aufgrund des Herstellungsprozesses sind sie ausserdem nur extrem aufwendig zu recyceln. Wenn Du wissen willst, was mit Deinen alten Sneakern passieren kann, wenn Du sie beispielsweise in den Altkleidercontainer wirfst oder bei einem Händler zur Wiederverwertung abgibst, dann schau Dir die spannende Aktion „Sneakerjagd“ an (www.sneakerjagd.de*). Bei dieser Aktion wurden in alte Sneaker von Prominenten GPS-Sender eingebaut und dann auf unterschiedliche Arten wie z.B. Altkleidercontainer oder Rücknahmebehälter von Händlern „entsorgt“. Mit Hilfe der GPS-Sender konnte dann ermittelt werden, wo die Sneaker gelandet sind und durch Recherchen auch herausgefunden werden, was wirklich mit den Schuhen passiert. (Mit zum Teil erschreckenden Ergebnissen!).

Problem verstanden! Und nun?

Mode ist für die Meisten von uns wichtig. Kleidung ist nicht nur etwas, was uns warm und trocken hält, sondern auch ein Ausdruck unserer Persönlichkeit, eine Statement oder ein Statussymbol. Wir können durch Kleidung unsere Zusammengehörigkeit (oder Abgrenzung) zu sozialen Gruppen ausdrücken.

  • Öko- statt Markenlabel: Auch in der Modeindustrie gibt es Ökolabel, anhand derer die Konsumenten erkennen können, ob ein Kleidungsstück oder Schuh nachhaltig produziert wurde. Label wie Blauer Engel, bluedesign® PRODUCT, EU Ecolabel, Fairtrade (Baumwolle/Textilproduktion), Fair Wear Foundation, GOTS-Siegel, Naturland, Naturtextil IVN, Oeko-Tex, u.a. signalisieren eine umweltschonende und sozialverträgliche Herstellung. (Mehr Infos zu den Siegel findest Du u.a. unter siegelklarheit.de* und unter utopia.de*.) Achte bei Deinem nächsten Shopping-Trip auf diese Label. Möglicherweise findest Du sie eher in kleinen Geschäften / Boutiquen als bei den großen Handelsketten. Auch diese werben gerne mit dem Thema „Nachhaltigkeit“. Ob es sich herbei allerdings um ernsthafte Strategien oder nur um die werbewirksame Vermarktung von ein paar Nischenprodukten handelt, sollte kritisch hinterfragt werden.
  • Second- statt First-Hand: Statt immer nur neu produzierte Kleidung zu kaufen, kannst Du auch mal in einem Second-Hand Shop (Lokal oder Online) schauen, ob Du nicht dort fündig wirst. Es gibt mittlerweile auch Second-Hand Geschäfte die sich auf hochwertige Textilien spezialisiert haben. Eine weitere Möglichkeit bieten Kleidertauschparties. Entweder als öffentliches oder als privates Event im Freundeskreis, kannst Du dort Deine Sachen gegen andere Kleidungsstücke eintauschen. Somit müssen diese nicht aufwändig neu produziert werden. (Infos und Termine unter kleidertausch.de*).
  • Mieten statt Kaufen: Genauso wie Wohnungen, Autos,… kannst Du auch Deine Kleidung mieten. Benötigst Du etwas für einen ganz speziellen Anlass oder möchtest einfach neue Styles ausprobieren? Es gibt mittlerweile ein ganze Reihe von Shops (Online und Offline) bei denen Du von der Designerhandtasche bis hin zum Abendkleid und Dirndl komplette Outfits mieten kannst. (Infos dazu bei Utopia* oder Fashion Changers*)
  • Slow- statt Fast-Fashion: Auch wenn alle anderen schon wieder dem nächsten Modetrend hinterher laufen. Entspanne Dich, denn: andere Menschen beachten uns viel weniger als wir glauben (Siehe „Rampenlicht-Effekt“ auf wikipedia*). Selbst wenn Menschen 100 Tage lang die gleiche Kleidung tragen (100-Tage Challenge), wird das oft nicht bemerkt. Du musst also nicht immer das „Neueste“ besitzen, was ein paar Wochen dann schon „Alt“ ist.
    Nur wenig Kleidung zu besitzen, kann auch auf andere Art entspannend sein: Es minimiert den Entscheidungsdruck. Wie häufig stehst Du vor dem Kleiderschrank und überlegst was Du anziehen sollst? Wenn 
    Du beispielsweise nur schwarze T-Shirts hast, musst Du dir keine Gedanken machen, welche Farbe Du heute trägst. Sehr erfolgreiche Menschen wie Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Barack Obama oder Albert Einstein folg(t)en diesem Prinzip.
  • Wertschätzung statt Respektlosigkeit: Schätze Deine Kleidung wert und geh sorgsam damit um! Mach Dir bewusst, was alles passieren muss, damit aus einem Stück Baumwolle, das irgendwo wächst, das T-Shirt wird, das bei Dir im Schrank hängt. Nicht zu vergessen, die vielen Ressourcen die dafür verbraucht wurden. Wäre es nicht prima, wenn Du nur „Lieblingsstücke“ im Schrank hättest?
  • Reparieren statt Wegwerfen: Ist der Reißverschluss defekt, ein Knopf ab oder die Naht aufgegangen? Dann kannst Du oder der/die Schneider:in Deines Vertrauens das reparieren statt es wegzuwerfen und etwas Neues zu kaufen. Mit Hilfe des „Visible Mendings“ kannst Du Deine Lieblingsstücke nicht nur reparieren sondern sogar kreativ aufwerten. (Infos bei Utopia*)
  • Mündige Einkaufende statt ahnungslose Konsumenten: Frag bei Deinem Einkauf kritisch nach, ob nachhaltig produzierte Kleidung angeboten wird und in welchem Umfang diese tatsächlich nachhaltig hergestellt wurde. Im Schuhgeschäft kannst Du Dich beispielsweise nach veganen Schuhen informieren. Du wirst schnell merken, ob dieses Thema einen gewissen Stellenwert besitzt oder nicht. Je mehr Kundschaft nach diesen Produkten fragt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich nachhaltig produzierte Kleidung stärker durchsetzt.

Weitere Infos zu dem Thema „Kleidung“ findest Du unter:

„Ihr Weg zum öko-fairen Kleiderschrank“ – Artikel des Umweltinstituts München e.V.* (inkl. FAQs zu Baumwolle und öko-fairer Bekleidung)

„So macht unsere Kleidung unsere Umwelt kaputt“ – Beitrag auf quarks.de*

„Wie umweltfreundlich ist die Textilindustrie“ – Artikel von Greenpeace*

„Bio, Secondhand, Nutzungsdauer: Was bei nachhaltigem Umgang mit Kleidung wichtig ist“ – Infoseite des Umweltbundesamt*

Ökosiegel

Ökosiegel

Umweltsiegel - Blauer Engel
Foto von Raphael Schulna

Öko- bzw. Umweltsiegel sind Kennzeichnungen oder Zertifikate, die von unabhängigen Organisationen oder Regierungsbehörden verliehen werden, um Produkte und Dienstleistungen zu identifizieren, die besonders umweltfreundlich sind.

Diese Siegel zeigen Dir an, dass das betreffende Produkt oder die Dienstleistung in Bezug auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Schutz der Umwelt bestimmte Standards erfüllt. So können sie beim Kaufentscheid beitragen.

Beliebte Umweltsiegel sind z.B.:

  • EU-Energielabel (Elektrogeräte)
  • Bio-Siegel (Lebensmittel)
  • EU Ecolabel (verschiedene Alltagsprodukte)
  • Blauer Engel (verschiedene Alltagsprodukte)
  • Grüner Knopf (Bekleidung).

Die Vergabe von Umweltsiegeln erfolgt durch eine umfassende Überprüfung der Produktionsprozesse, der verwendeten Materialien und der langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt. Die Organisationen, die die Siegel verleihen, stellen sicher, dass die Hersteller sich an die festgelegten Umweltstandards halten, indem sie regelmäßig Überprüfungen durchführen.

Umweltsiegel sind ein wichtiger Faktor für Unternehmen, die ihre Umweltverantwortung ernst nehmen. Sie können dazu beitragen, dass die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen steigt und gleichzeitig dazu beitragen, dass sich die Produktion in eine umweltfreundlichere Richtung entwickelt.

Für Verbraucher sind Umweltsiegel ein wertvolles Instrument, um umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen zu identifizieren. Sie ermöglichen es Dir, Deine Kaufentscheidungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz bewusster zu treffen und so aktiv zu einer umweltfreundlicheren Welt beizutragen.

Umfassende Informationen zu den unterschiedlichen Siegeln findest u.a. unter:

„Sicher durch den Labeldschungel“ – Informationen* auf der Webseite „Denkwerkstatt Konsum“ des Umweltbundesamtes

„Labelratgeber: TOP-Umweltsiegel für den nachhaltigen Konsum“ – Infoseite* des Umweltbundesamtes*

„Label online“ – Übersicht und Bewertung von Siegeln* von Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. (Bundesverband)

„Siegelklarheit“ – Übersicht und Bewertung von Siegeln* der Bundesregierung

„EU-Energielabel App“ – Informationen* zur Energielabel App des BAM

Handlungsfelder