Das Hospiz als Herzensangelegenheit

Das Hospiz als Herzensangelegenheit

Schon lange vor dem 1. Spatenstich hat die Bürgerstiftung Unna für das Unnaer Hospiz Geld auf die hohe Kante gelegt – auf dass unsere Stadt ein schönes Haus bekommt, in dem sich Menschen besonders umsorgt von dieser Welt verabschieden können. Das Heilig-Geist-Hospiz in der Klosterstraße – mitten in der Stadt – ist eine Herzenzangelegenheit der Bürgerstiftung und ihrer Stifterinnen und Stifter.

7 800 Euro-Spende

7 800 Euro – zweckgebundene Spenden aus der Gartenaktion Unna blüht auf, aber auch Zinserträge von Stiftungsfonds, die unter dem Dach der Bürgerstiftung gemanagt werden, konnten die beiden Vorstandsmitglieder Dörte Knauf und Simone Melenk von der Bürgerstiftung Unna jetzt im Heilig-Geist-Hospiz überreichen. Für die Arbeit vor Ort nahmen Hospiz-Leiterin Marion Eichhorn und Prof. Klaus Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Heilig-Geist-Hospiz-Stiftung, den symbolischen Scheck mit Freude entgegen.

Dazu gehört auch Geld für ein Weihnachtsessen der ehrenamtlichen Helfer/innen, die im Hospiz wertvolle Dienste am Nächsten übernehmen. Rund ein Dutzend Freiwillige helfen dem 25köpfigen Team bei der Arbeit, „sie sind ein wichtiger Baustein unserer Arbeit“, betont Marion Eichhorn. Es könnten noch mehr sein, gibt sie zu, weiß aber auch um die anspruchsvolle Aufgabe, die ohne einen vorherigen „Befähigungskurs“ nicht möglich ist. „Trotzdem ist es eine wunderbare Arbeit, die wir hier machen. Denn es kommt eine so große Dankbarkeit zurück“, sagt Marion Eichhorn.

Das Haus mit seinen 10 Plätzen für schwerstkranke Menschen, die hier die letzten Wochen und Tage ihres Lebens verbringen, hat eine durchschnittliche Belegungsquote von 87 Prozent. Das ist eine hohe Auslastung. Die Gäste kommen aus Unna und der direkten Umgebung (u.a. auch aus Bönen, Hamm, Soest, Werl). Und die Hospizleiterin schätzt: „Der Bedarf wird eher noch steigen.“

Es war wichtig und richtig, dass es im Hospiz auch einen schön gestalteten Innenhof, einen Garten und für jedes Zimmer eingegrünte private Terrassen gibt. Die gesamte Außenplanung und Außengestaltung hat die Bürgerstiftung Unna über einen Gestaltungswettbewerb realisiert und auch bezahlt, wohlwissend, dass die Gäste und ihre Angehörigen die Freiluft-Plätze zu schätzen wissen werden. Die Hospiz-Gäste sind gerne im Garten, selbst im Bett können sie das grüne Zimmer genießen. Sogar Grill-Abende haben hier im Sommer schon stattgefunden. „Hof und Garten sind unser zweites Wohnzimmer“, freut sich Marion Eichhorn.

Das Unnaer Hospiz wird im Dezember zwei Jahre alt. Es ist längst unverzichtbar geworden in unserer Stadt.

Nach Plänen der Landschaftsarchitektin Ina Bimberg ist der kleine Innenhof und das Drumherum ums Haus gestaltet worden. Jedes Zimmer hat eine eigene kleine eingegrünte Terrasse. Der Hof ist im Sommer beliebter Treffpunkt von Gästen, Angehörigen und dem Hospiz-Team. (Fotos: Simone Melenk)